Schlagwort: Franz Mehring

  • Franz Mehring: Von der preußischen Justiz

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 1. Band, Nr. 20, S. 681-684] f Berlin, 11. Februar 1911, Eine Reihe von Vorkommnissen – die Urteile in den Moabiter Prozessen, das Wiederaufnahmeverfahren in dem Essener Meineidsprozess, die Verhandlungen des Reichstags über das Gerichtsverfassungsgesetz und was sich sonst an diese Ereignisse knüpft – haben die Frage der Rechtspflege…

  • Franz Mehring: Ein Fortschritt

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 35, S. 281-284] f Berlin, 27. Mai 1911 Der deutsche Reichstag wie der preußische Landtag arbeiten gegenwärtig mit Hochdruck. Und man kann nicht einmal wie gewöhnlich sagen, dass man wohl das Geklapper von Mühlen höre, aber kein Mehl sehe. Wenigstens in der elsass-lothringischen Verfassungsfrage hat die…

  • Franz Mehring: Eine Jahrwoche

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 31, S. 129-133, ungezeichnet, aber laut Register der NZ von Franz Mehring] Ein alter griechischer Dichter teilt das Leben der Menschheit in Jahrwochen, deren jede sieben Jahre umfasst, und eine solche Woche beschließt in diesem Jahre der Weltfeiertag des Proletariats. Und alles spricht dafür, das der…

  • Franz Mehring: Drei Prozesse

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 35, S. 257-261] f Berlin, 20. Mai 1896 Ein dickleibiges Werk über Deutschland am Ende des neunzehnten Jahrhunderts könnte die deutschen Zustände nicht so erschöpfend und lehrreich darstellen, wie ein stenografischer Bericht über die drei Prozesse, die sich eben im Nordosten, im Südwesten und in der…

  • Franz Mehring: Erklärung

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, 2. Band, Nr. 34, S. 252] Bei meiner Rückkehr von einer längeren Reise erfahre ich von den Angriffen, die die „Leipziger Volkszeitung“ gegen meine Wahlbetrachtungen in Nr. 27 der „Neuen Zeit“ gerichtet hat. Da Kautsky so freundlich gewesen ist, darauf zu antworten, so bin ich dieser Mühe überhoben, will…

  • Franz Mehring: Unglücksraben

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, 2. Band, Nr. 34, S. 249-252] f Berlin, 20. Mai 1911 Es war in den Tagen des Sozialistengesetzes, als Ludwig Bamberger, der zu den gescheitesten Liberalen gehörte, nach einer sozialdemokratischen Reichstagsrede in den neidischen Stoßseufzer ausbrach: Die haben noch den Glauben! Bamberger war kein ideologischer Wolkenwandler und wusste recht…

  • Franz Mehring: Die preußische Krisis

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 32, S. 161-164] f Berlin, 8. Mai 1901 Auf dem Gebiet dessen, was sich politische Haupt- und Staatsaktion zu nennen pflegt, hat sich seit acht Tagen ein Dekorationswechsel vollzogen: der preußische Landtag ist nach Hause geschickt worden, und drei preußische Minister sind in der Versenkung verschwunden:…

  • Franz Mehring: Knechtseliges

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 34, S. 225-228] f Berlin, 13. Mai 1896 Das närrische Treiben des Herrn Stumm, bei dem unersättliche Profitwut sich schon zu krankhaftem Verfolgungswahn entwickelt, hat innerhalb der bürgerlichen Klassen eine gewisse Opposition wachgerufen, die namentlich auch von den sogenannten christlich-sozialen Pastoren vertreten wird. In dem großen…

  • Franz Mehring: Ein herrliches Kulturbild

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 32, S. 161-164] f Berlin, 29. April 1896 Vor Gott soll kein Ding unmöglich sein, aber wer dies fromme Gottvertrauen nicht mehr besitzt, der kann sich wenigstens des getrösten, dass auch vor unseren bürgerlichen Parteien kein Ding unmöglich ist. Sie haben das Unmögliche möglich zu machen…

  • Franz Mehring: Die Diätenvorlage

    [Die Neue Zeit, XXIV. Jahrgang 1905-1906, 2. Band, Nr. 31, S. 145-148] f Berlin, 25. April 1906 Einen blutigeren Schimpf als die Diätenvorlage, die dem Reichstag nach dem Schlusse seiner Osterferien zugegangen ist, hat schwerlich schon jemals eine Regierung einem Parlament zugefügt. Selbst die alte Tante Voss gerät in eine gelinde Aufregung; sie meint, die…