Schlagwort: Bismarck

  • Franz Mehring: Sächsisches

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, I. Band, Nr. 23, S. 705-708] f Berlin, 26. Februar 1896 Einer aus König Stumms Garde soll gesagt haben, hunderttausend Köpfe müssten springen, ehe wieder Ruhe und Frieden im Deutschen Reiche sein werde, und das gleiche Programm hat der brave Bismarck in seinem Hamburger Leibblatte verfochten. Mit etwas weitläufigeren…

  • Franz Mehring: Schurr-Murr

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 21, S. 641-644] f Berlin, 20. Februar 1901 Während die drohende Erhöhung der Getreidezölle die Volksmassen in immer stärkere Erregung treibt und der beabsichtigte Versuch des Weltmarschalls Waldersee, seine Vorschusslorbeeren noch durch ein verhängnisvolles Abenteuer einzustreichen, den letzten Resten des Khakipatriotismus ein gründliches Ende bereitet, beschäftigen…

  • Franz Mehring: Eine beiläufige Episode

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, I. Band, Nr. 22, S. 761-764] f Berlin, 25. Februar 1911. Das Königreich Italien feiert in diesem Jahre sein fünfzigstes Geburtsjahr. Es wird mit viel offiziellem Gepränge und Geprunke geschehen, und deshalb werden arge Geschmacklosigkeiten nicht ausbleiben. So wird ein Hauptstück der Feier die Enthüllung. des Riesendenkmals sein, das…

  • August Bebel: Deutschland

    [Nr. 1143, Korrespondenz, Arbeiter-Zeitung. Organ der Österreichischen Sozialdemokratie, II. Jahrgang, Nr. 29, 18. Juli 1890, S. 4] Berlin, 15. Juli. Das Interview des Fürsten Bismarck durch den Herausgeber des „Frankfurter Journals“ hat in der deutschen Presse großen Staub aufgewirbelt und zwar mit Recht. So hat sich noch kein entlassener Minister öffentlich zu seinem Souverän in…

  • August Bebel: Deutschland

    [Nr. 1118, Korrespondenz, Arbeiter-Zeitung. Organ der Österreichischen Sozialdemokratie, II. Jahrgang, Nr. 17, 25. April 1890, S. 7 f.] Berlin, 22. April. Bismarck frondiert. Der abgedankte Reichskanzler sitzt wie ein grollender Löwe in seiner Höhle in Friedrichsruhe und sinnt auf Rache über die ihm widerfahrene Entlassung. Wie behauptet wird, lässt er sich über seine Dienstentlassung in…

  • August Bebel: Deutschland

    [Nr. 1107, Korrespondenz, Arbeiter-Zeitung. Organ der Österreichischen Sozialdemokratie, II. Jahrgang, Nr. 12, 21. März 1890, S. 3 f.] Berlin, 18. März. Aus dem Gewirr von widersprechenden Nachrichten, das über die Ansichten und Absichten in den maßgebenden Kreisen besteht, treten zwei mit so positiver Sicherheit hervor, dass an ihrer Richtigkeit nicht mehr zu zweifeln ist. Die…

  • August Bebel: Deutschland

    [Nr. 1102, Korrespondenz, Arbeiter-Zeitung. Organ der Österreichischen Sozialdemokratie, II. Jahrgang, Nr. 11, 14. März 1890, S. 7] Berlin, 11. März. Der Zorn über die Niederlage des Kartells grollt noch in der bezüglichen Presse nach. In ohnmächtiger Wut ergeht man sich in allerlei Kombinationen über die Abänderung des den Herren so gefährlich gewordenen allgemeinen Stimmrechts, über…

  • August Bebel: Deutschland

    [Nr. 1086, Korrespondenz, Arbeiter-Zeitung. Organ der Österreichischen Sozialdemokratie, II. Jahrgang, Nr. 7, 14. Februar 1890, S. 6 f.] Berlin, 11. Februar. Die deutsche Bourgeoisie befindet sich, in nicht geringer Erregung. Seit einer Woche erfreut sich Deutschland eines in ihren Augen „sozialdemokratisch“ angehauchten Kaisers, und das ist ein Ereignis, das wohl angetan ist sie zu beunruhigen.…

  • Franz Mehring: Die Etatdebatte

    [Die Neue Zeit, X. Jahrgang 1891-92, I. Band, Nr. 11, S. 321-324]  Berlin, 2. Dezember 1891. Mag man über den neuen Kurs sonst denken, wie man will: ein Verdienst lässt sich ihm unmöglich absprechen, das Verdienst nämlich, auch für blöde Augen klarzustellen, das die Dinge diese Welt regieren, und nicht die Menschen. Was war…

  • Franz Mehring: Etwas vom sozialen Königtum

    [Die Neue Zeit, X. Jahrgang 1891-92, I. Band, Nr. 9, S. 257-260]  Berlin, 18. November 1891. Ohne Klang und sang hat gestern das soziale Königtum seinen zehnten Geburtstag gefeiert; selbst seine eifrigste Gevatterin, die „Kreuz-Zeitung,“ gesteht offen, das sie das Kind zwar mit Bewunderung und Hoffnung aus der Taufe, gehoben habe, aber heute nur…