Autor: Sozial_Admin

  • Franz Mehring: Ein kaiserlicher Vorstoß

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 39, S. 425-428] f Berlin, 24. Juni 1911 Nach der Meldung bürgerlicher Zeitungen plant der Kaiser eine „Schulreform“, die dem humanistischen Gymnasium den Todesstoß versehen würde. Danach soll das Englische zum obligatorischen Lehrfach gemacht, das Griechische aber nur neben dem Hebräischen als fakultatives Lehrfach beibehalten werden.…

  • Franz Mehring: Und abermals Kant

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 40, Feuilleton, 16. Juni 1911, S. 377-380] Karl Vorländer, Kant und Marx. Ein Beitrag zur Philosophie des Sozialismus. Tübingen 1911, Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck). 293 Seiten. Geheftet 7 Mark. Nachdem ich im vorigen Hefte des Feuilletons eine akademische Abhandlung über Marx und…

  • Franz Mehring: Zur Genealogie von Karl Marx

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 40, Feuilleton, 16. Juni 1911, S. 392, Rubrik „Lose Blätter“] Vor etwa fünfzig Jahren starb eine Vaterschwester von Karl Marx mit Hinterlassung eines Testaments, das wegen irgendwelcher Formfehler gerichtlich kassiert wurde, Das Gericht war nunmehr gezwungen, die Intestaterben festzustellen, die sich übrigens alsbald einigten, den letzten…

  • Franz Mehring: Ein Muster

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 38, S. 393-396] f Berlin, 17. Juni 1911 Die „maßlose Überhebung“ der Sozialdemokratie ist ein Hauptvorwurf, den namentlich die reaktionäre Presse gegen sie richtet, und wer wollte bestreiten, dass „maßlose Überhebung“ in der Tat zu den verwerflichsten Eigenschaften gehört, die eine politische Partei haben kann. Aber…

  • Franz Mehring: Molochs Wunder

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 42, S. 481-483] f Berlin, 17. Juli 1901 Die sommerliche Stille, die in der Politik eingetreten ist, wird von Moloch genutzt, sich weiß zu waschen. Er ist viel zu sehr Mohr, um nicht zu wissen, dass diese Bemühungen ganz vergeblich sein werden, aber vielleicht ist der…

  • Franz Mehring: Der Fall Kauffmann

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 41, S. 449-452] f Berlin, 10. Juli 1901 Es war so ungefähr, nach dem bekannten Vergleich, der Blitz, der aus heiterem Himmel fiel, als am vorigen Sonnabend im hiesigen Rathaus die Nachricht einlief, dass die Krone die Wahl des Stadtrats Kauffmann zum zweiten Bürgermeister nicht bestätigt…

  • Franz Mehring: Zwei Veteranen

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 40, S. 417-420] f Berlin, 3. Juli 1901. Es sind demnächst dreiunddreißig Jahre verflossen, seitdem der Verbandstag der deutschen Arbeitervereine im Nürnberger Rathaussaal tagte, Der Verband selbst entstand im Sommer 1863 als Gegengewicht gegen den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“, den Lassalle im Frühling desselben Jahres gegründet hatte;…

  • Adolf Lasson – Franz Mehring: Die Berliner philosophische Gesellschaft

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 39, S. 409-411, Rubrik Notizen] Herr Professor Lasson schreibt uns: Friedenau, 22./6. 1901. Sehr geehrter Herr! Mit Interesse habe ich den Artikel: „Vom Rechte der Revolution“ in Ihrer Nr. 37 gelesen. Vielleicht Interessieren Sie folgende Bemerkungen dazu. Die Philosophische Gesellschaft, die rein wissenschaftlichen Zwecken dient, betrachtet…

  • Franz Mehring: Über Aufklärungsliteratur

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 39, S. 385-390] f Berlin, 26. Juni 1901 Auf dem Mainzer Parteitag wurde ein Antrag auf Herausgabe einer wissenschaftlichen Schrift über den katholischen Klerikalismus abgelehnt, nachdem Genosse Fischer aus Berlin ihn lebhaft bekämpft hatte. Er führte aus, eine wissenschaftliche Widerlegung der ganzen ethischen und politischen Anschauungen…

  • Franz Mehring: Allerlei Skandale

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 42, S. 481-484] f Berlin, 8. Juli 1896 Kaum hatten sich die Pforten des Reichstags geschlossen, als die politische Hochsommerzeit mit voller Wucht hereinbrach. Mehr der Not gehorchend als dem eigenen Triebe, haspelten die Zeitungen ihr Sprüchlein über die Reichstagssession ab, und selbst die üblichen Kläffereien…