Schlagwort: Sozialdemokratie

  • Karl Kautsky: Missgünstiges über die Meistbegünstigung

    [Die Neue Zeit, XX. Jahrgang 1901-1902, I. Band, Heft 2, S. 48-54] Ich sprach im vorigen Hefte die Erwartung aus, in der „Neuen Zeit“ werde nun die an Parteigenossen geübte Selbstkritik zurücktreten können. Wenn ich heute trotzdem wieder einen Parteigenossen kritisieren muss, so macht mich das in meiner Erwartung nicht wankend. Ich sehe in dieser…

  • Karl Kautsky: Der Parteitag in Lübeck

    [Die Neue Zeit, XX. Jahrgang 1901-1902, I. Band, Heft 1, S. 13-20] In seinem Begrüßungsartikel an das Lübecker Parlament der Arbeit hatte Bebel der sicheren Erwartung Ausdruck gegeben, es werde die vielen ihm gestellten Aufgaben in der befriedigendsten Weise lösen. Diese Erwartung wurde vielfach als Ausfluss eines übertriebenen Optimismus betrachtet angesichts der Größe und Mannigfaltigkeit…

  • Karl Kautsky: Der Wiener Parteitag

    [Die Neue Zeit, XX. Jahrgang 1901-1902, I. Band, Heft 7, S. 197-203] Der jüngste Parteitag unserer Genossen in Österreich darf die internationale Sozialdemokratie ebenso mit Genugtuung erfüllen, wie der Lübecker Parteitag. Ja, die Genugtuung über ihn kann eine reinere und vollere sein, da in Wien nicht wie in Lübeck die Befriedigung über die Resultate getrübt…

  • Clara Zetkin: Die Frauenkonferenz zu München

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 12. Jahrgang Nr. 20, 24. September 1902, S. 153-157] Es waren drei arbeitsreiche Sitzungen, in denen die zweite Konferenz der sozialdemokratischen Frauen die ihr zugewiesenen Aufgaben erledigt hat. Vergegenwärtigen wir uns, unter welchen schwierigen Verhältnissen die proletarische Frauenbewegung sich entwickelt, wie jung sie ist und wie…

  • Clara Zetkin: Zum Parteitag der Sozialdemokratie in München

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 12. Jahrgang Nr. 19, 10. September 1902, S. 145 f.] Erwartungsvoll, vertrauensvoll wird sich in der dritten Septemberwoche das Interesse des klassenbewussten deutschen Proletariats auf München konzentrieren. Hier tritt die Sozialdemokratie zu ihrem heurigen Parteitag zusammen, um wie jedes Jahr ihr Wirken auf den verschiedensten Gebieten…

  • Clara Zetkin: Rückblick auf den Gewerkschaftskongress zu Stuttgart

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 12. Jahrgang Nr. 14, 2. Juli 1902, S. 105 f.] Mit vollauf berechtigter Genugtuung kann Deutschlands Arbeiterklasse auf den 4. Kongress der zentralisierten Gewerkschaften zurückblicken. Er hat gehalten, was er versprochen. In einer arbeitsreichen Woche haben die aus Ost und West, aus Nord und Süd herbei…

  • Franz Mehring: Wahlrechtskämpfe

    [Die Neue Zeit, XXIV. Jahrgang 1905-1906, I. Band, Nr. 22, S. 705-708, nach Gesammelte Schriften, Band 15, S. 148-151] f Berlin, 21. Februar 1906 An drei Schwerinstagen hat sich der Reichstag mit dem Wahlrechtsantrag der sozialdemokratischen Fraktion beschäftigt, ihn schließlich aber gegen die Stimmen der drei freisinnigen Parteien, der Polen, der Elsässer und der Sozialdemokraten…

  • Clara Zetkin: Zum 4. Kongress der Gewerkschaften Deutschlands

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 12. Jahrgang Nr. 13, 18. Juni 1902, S. 97 f.] Ein Zufall scheint es und ist doch tief im Wesen der heutigen Gesellschaftsordnung begründet, dass die Vertreter der deutschen Gewerkschaften dieses Jahr wie 1899 in Frankfurt in ungewöhnlich ernster Situation zu ihrer ernsten Arbeit zusammenkommen. Der…

  • Clara Zetkin: Unsere Tageslosung

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 12. Jahrgang Nr. 1, 1. Januar 1902, S. 1 f.] Im Gedränge und Getöse des Feldzugs gegen die Wucherzölle ging das alte Jahr zur Rüste, steigt das neue Jahr herauf. Eindringlicher als manches andere seiner Vorgänger kündigt sich 1902 als eine Zeit des heißesten, leidenschaftlichen Kampfes…

  • Clara Zetkin: Frauenstimmrecht und Wahlrechtskampf in Österreich

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 16. Jahrgang Nr. 22, 31. Oktober 1901, S. 151-153] Genossin Popp hat sich in der letzten Nummer gegen die Auffassung gewendet, die ich in meinem Referat über das Frauenstimmrecht in Bezug auf den Wahlrechtskampf des österreichischen Proletariats vertreten habe. Meine Ausführungen lauteten: „Eine ähnliche Situation wie…