Schlagwort: Nationalliberale

  • Franz Mehring: Doppelter Kummer

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 52, S. 801-804] f Berlin, 16. September 1896 So hat dieser Herbst noch nicht vorübergehen sollen, ohne noch eine unheimliche Dynamitverschwörung zu gebären, die den Philistern aller Länder das Gruseln beibringen soll. Die romantische Geschichte, deren fabelhafte Einzelheiten eben alle Blätter überschwemmen, trägt den Stempel des…

  • Franz Mehring: Stille Herbsttage

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 50, S. 737-740] f Berlin, 2, September 1896 Die sozialdemokratische Kritik des Sedantags hat heute eine glänzende Bestätigung erhalten durch die völlige Teilnahmslosigkeit, die alle Schichten der bürgerlichen Bevölkerung dem „nationalen Festtag“ beweisen. Alle Schichten, mit Ausnahme etwa der Hoflieferanten, die ein paar Fahnen aushängen und…

  • Franz Mehring: Hasenrechtliches

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 40, S. 417-421] f Berlin, 24. Juni 1896 Die Vorgänge, die sich gegenwärtig im Reichstag abspielen, zeigen den bürgerlichen Parlamentarismus einmal wieder in seiner traurigsten Verfassung. Es handelt sich bekanntlich um die Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, das nach dem Willen der Regierung und der Reichstagsmehrheit unter…

  • August Bebel: Vierte Reichstagsrede zur Abänderung der Gewerbeordnung

    (64. Sitzung, Donnerstag den 12. Februar 1891) [Nr. 1208. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Dritter Band. Berlin 1891, S. 1467-1469] Präsident: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Meine Herren, nach nahezu zwei Jahrzehnte langer Agitation der deutschen Arbeiter ist endlich der Zeitpunkt gekommen, wie es…

  • August Bebel: Dritte Reichstagsrede zur Abänderung der Gewerbeordnung

    (64. Sitzung, Donnerstag den 12. Februar 1891) [Nr. 1208. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Dritter Band. Berlin 1891, S. 1462-1463] Präsident: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Dem Herrn Vorredner möchte ich bemerken, dass, wenn er sagt, wir handeln als Partei in unserem Parteiinteresse, wir…

  • August Bebel: Zweite Reichstagsrede zur Abänderung der Gewerbeordnung

    (64. Sitzung, Donnerstag den 12. Februar 1891) [Nr. 1208. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Dritter Band. Berlin 1891, S. 1459-1460] Vizepräsident Graf von Ballestrem: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Die Schlussausführungen des Herrn Dr. Orterer haben sich mit den Ausführungen des Herrn Dr. Böttcher…

  • August Bebel: Bemerkung vor der Tagesordnung

    (64. Sitzung, Donnerstag den 12. Februar 1891) [Nr. 1207. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Dritter Band. Berlin 1891, S. 1451-1452] Präsident: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Meine Herren, ich halte die von mir gemachten Mitteilungen voll und ganz aufrecht. Es ist im Mai des…

  • Franz Mehring: Zur Gießener Wahl

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 26, S. 905-908] f Berlin, 25. März 1911 Die Stichwahl in Gießen-Nidda hat nicht den Ausgang genommen, den wir zu erwarten berechtigt waren; nicht der sozialdemokratische Kandidat hat gesiegt, sondern der antisemitische, dank der Tatsache, dass die nationalliberalen Wähler ins antisemitische Lager übergelaufen sind, und dank…

  • Franz Mehring: Das hippokratische Gesicht

    [Die Neue Zeit, XXIV. Jahrgang 1905-1906, 2. Band, Nr. 27, S. 1-4] f Berlin, 28. März 1906 Der Reichstag hat die Flottenvorlage angenommen, unter materieller Zustimmung aller bürgerlichen Parteien, nur mit einem schwächlichen Versuch der freisinnigen Fraktiönchen, die Kosten der neuen Kähne durch eine Vermögenssteuer aufzubringen, einem Versuch, den die sozialdemokratische Fraktion unterstützen musste, ohne…

  • Clara Zetkin: Auf der Armesünderbank

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 6. Jahrgang Nr. 5, 4. März 1896, S. 33 f.] Auf der Armesünderbank vor der breitesten Öffentlichkeit im Reichstage saß wieder einmal „die beste alter Welten“ in Gestalt ihrer berufenen politischen Vertreter: der bürgerlichen Parteien jeder Observanz mitsamt einem hohen Bundesrat. Allerdings nicht als Angeklagte wähnten…