Schlagwort: Sozialdemokratie

  • August Bebel: Rede in der Haushaltsdebatte für das Etatjahr 1891/92

    (erste Lesung, 37. Sitzung, 9. Dezember 1890) [Nr. 1185. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Zweiter Band. Berlin 1891, S. 831-835] Präsident: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Meine Herren, der Herr Abgeordnete Richter hat beim Eingang seiner Rede einen kleinen Rückblick auf die inneren wie…

  • Franz Mehring: Unglücksraben

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, 2. Band, Nr. 34, S. 249-252] f Berlin, 20. Mai 1911 Es war in den Tagen des Sozialistengesetzes, als Ludwig Bamberger, der zu den gescheitesten Liberalen gehörte, nach einer sozialdemokratischen Reichstagsrede in den neidischen Stoßseufzer ausbrach: Die haben noch den Glauben! Bamberger war kein ideologischer Wolkenwandler und wusste recht…

  • Franz Mehring: Die Diätenvorlage

    [Die Neue Zeit, XXIV. Jahrgang 1905-1906, 2. Band, Nr. 31, S. 145-148] f Berlin, 25. April 1906 Einen blutigeren Schimpf als die Diätenvorlage, die dem Reichstag nach dem Schlusse seiner Osterferien zugegangen ist, hat schwerlich schon jemals eine Regierung einem Parlament zugefügt. Selbst die alte Tante Voss gerät in eine gelinde Aufregung; sie meint, die…

  • Franz Mehring: Eine Komödie der Irrungen

    [Die Neue Zeit, X. Jahrgang 1890-91, I. Band, Nr. 3, S. 65-68] f Berlin, den 26. Oktober Das sozialdemokratische „Volksblatt,“ welches für die Nachbarkreise von Berlin erscheint, hat aus völlig sicherer Quelle erfahren, das die Regierung sich seit längerer Zeit mit dem Plane beschäftige, für Berlin förmliche Stadtviertel aus Häusern mit nur Arbeiterwohnungen bestehend anzulegen,…

  • Franz Mehring: Hans Blum, Die Lügen unserer Sozialdemokratie

    Wismar, Hinstorffsche Hofbuchhandlung, Verlagskontor, 1891. 422 Seiten. Preis 2 Mark. [Die Neue Zeit, X. Jahrgang 1890-91, I. Band, Nr. 2, S. 49-53, Rubrik „Literarische Rundschau“] Einen Anspruch auf Besprechung in der „Neuen Zeit“ kann dies Pamphlet nicht wegen seines literarischen, politischen oder wissenschaftlichen Wertes – denn von alledem ist gar nichts vorhanden –, wohl aber…

  • Franz Mehring: Zur Gießener Wahl

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 26, S. 905-908] f Berlin, 25. März 1911 Die Stichwahl in Gießen-Nidda hat nicht den Ausgang genommen, den wir zu erwarten berechtigt waren; nicht der sozialdemokratische Kandidat hat gesiegt, sondern der antisemitische, dank der Tatsache, dass die nationalliberalen Wähler ins antisemitische Lager übergelaufen sind, und dank…

  • Franz Mehring: Auf der Wippe

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 24, S. 825-825] f Berlin, 11. März 1911 Gegenwärtig gleicht das bürgerliche Parteilager einem Spielplatz, wo die Kinder auf der Schaukel wippen. Keine dieser Parteien steht auf fester Erde und kämpft wie ein Mann; jede sucht die anderen, mit denen sie angeblich, gegenüber der von allen…

  • Franz Mehring: Aus alten Tagen

    [Die Neue Zeit, XXIV. Jahrgang 1905-1906, I. Band, Nr. 26, S. 833-836] f Berlin, 21. März 1906 Es ist heute nicht ganz leicht, unbefangen über Johann Most zu schreiben, dessen Tod der überseeische Telegraf dieser Tage gemeldet hat. Sein öffentliches Leben bot der Kritik von Anfang an so viele Blößen, und seit bald dreißig Jahren…

  • Franz Mehring: Das neue Patrimonium

    [Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 23, S. 705-708] f Berlin, 6. März 1901 Die traurige Ohnmacht des deutschen Reichstags hat gestern einen beredten Ausdruck in der Debatte über den Etat des Auswärtigen Amtes gefunden. Die steigende Unzufriedenheit mit dem Verlauf des chinesischen Abenteuers, die gerechte Besorgnis über die verheerenden Folgen der…

  • Clara Zetkin: Das Vereins- und Versammlungsrecht vor dem Reichstage

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 6. Jahrgang Nr. 6, 18. März 1896, S. 42] In drei Sitzungen verhandelte der Reichstag über die von den Sozialdemokraten und der freisinnigen Volkspartei beantragte Reform des Vereins- und Versammlungsrechts, welche an Stelle der Buntscheckigkeit Einheitlichkeit, an Stelle polizeilicher Willkür und richterlicher Spitzfindigkeit Rechtssicherheit, an Stelle…