Schlagwort: Sozialdemokratie

  • Franz Mehring: Die evangelisch-soziale Bewegung

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 47, S. 641-645] f Berlin, 12. August 1896 Einer politischen oder sozialen Bewegung, die in den Massen festen Fuß zu fassen beabsichtigt, kann nichts Besseres passieren, als den Zorn der Mächtigen zu erregen, Seit der Veröffentlichung des kaiserlichen Telegramms an den Geheimrat Hintzpeter ist der evangelisch-sozialen…

  • Franz Mehring: Bürgerliches Wahlfieber

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 43, S. 569-572] f Berlin, 22. Juli 1911. Die herannahenden Reichstagswahlen liegen allen bürgerlichen Parteien schwer in den Gliedern. Keine von ihnen hat ein festes und klares Programm gegenüber dem drohenden Verhängnis; sie alle tasten unruhig hin und her, auch die Parteien des schwarzblauen Blocks, obgleich…

  • Franz Mehring: Ein Muster

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1910-1911, 2. Band, Nr. 38, S. 393-396] f Berlin, 17. Juni 1911 Die „maßlose Überhebung“ der Sozialdemokratie ist ein Hauptvorwurf, den namentlich die reaktionäre Presse gegen sie richtet, und wer wollte bestreiten, dass „maßlose Überhebung“ in der Tat zu den verwerflichsten Eigenschaften gehört, die eine politische Partei haben kann. Aber…

  • August Bebel: Bemerkung vor der Tagesordnung

    (64. Sitzung, Donnerstag den 12. Februar 1891) [Nr. 1207. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Dritter Band. Berlin 1891, S. 1451-1452] Präsident: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Meine Herren, ich halte die von mir gemachten Mitteilungen voll und ganz aufrecht. Es ist im Mai des…

  • Franz Mehring: Eine terenzische Komödie

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 38, S. 353-356] f Berlin, 10. Juni 1896 Seitdem der preußische Justizminister den schönen Grundsatz: si duo idem faciunt, non est idem, als den Grundbalken der preußisch-deutschen Justiz enthüllt hat, widmen wir unsere Mußestunden gern dem Studium dieser interessanten Rechtspflege. Wir sind dabei zu der Überzeugung…

  • Clara Zetkin: Ein Schlag ins Wasser

    [Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 6. Jahrgang Nr. 12, 10. Juni 1896, S. 89 f.] Die nämlichen Gewalten, welche von 1887 bis 1896 gebraucht haben, um schließlich durch einen Streik belehrt zu entdecken, dass es so etwas wie Konfektionsarbeiterinnenelend im Reiche der Sozialreform par excellence gäbe, waren bekanntlich binnen wenigen Monaten…

  • Franz Mehring: Drei Prozesse

    [Die Neue Zeit, XIV. Jahrgang 1895-96, II. Band, Nr. 35, S. 257-261] f Berlin, 20. Mai 1896 Ein dickleibiges Werk über Deutschland am Ende des neunzehnten Jahrhunderts könnte die deutschen Zustände nicht so erschöpfend und lehrreich darstellen, wie ein stenografischer Bericht über die drei Prozesse, die sich eben im Nordosten, im Südwesten und in der…

  • August Bebel: Rede in der Haushaltsdebatte für das Etatjahr 1891/92

    (erste Lesung, 37. Sitzung, 9. Dezember 1890) [Nr. 1185. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Zweiter Band. Berlin 1891, S. 831-835] Präsident: Das Wort hat der Herr Abgeordnete Bebel. Abgeordneter Bebel: Meine Herren, der Herr Abgeordnete Richter hat beim Eingang seiner Rede einen kleinen Rückblick auf die inneren wie…

  • Franz Mehring: Unglücksraben

    [Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, 2. Band, Nr. 34, S. 249-252] f Berlin, 20. Mai 1911 Es war in den Tagen des Sozialistengesetzes, als Ludwig Bamberger, der zu den gescheitesten Liberalen gehörte, nach einer sozialdemokratischen Reichstagsrede in den neidischen Stoßseufzer ausbrach: Die haben noch den Glauben! Bamberger war kein ideologischer Wolkenwandler und wusste recht…

  • Franz Mehring: Die Diätenvorlage

    [Die Neue Zeit, XXIV. Jahrgang 1905-1906, 2. Band, Nr. 31, S. 145-148] f Berlin, 25. April 1906 Einen blutigeren Schimpf als die Diätenvorlage, die dem Reichstag nach dem Schlusse seiner Osterferien zugegangen ist, hat schwerlich schon jemals eine Regierung einem Parlament zugefügt. Selbst die alte Tante Voss gerät in eine gelinde Aufregung; sie meint, die…