Schlagwort: 1901
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Franz Mehring: Nachklänge
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 38, S. 353-355] f Berlin, 19. Juni 1901 Zu Bismarcks Fehlern gehörte weinerliche Sentimentalität nicht, aber wer sonst zu diesem Fehler neigt, könnte durch Bismarcks Schicksal leicht dahinein gelockt werden. Der hieb- und stichfesteste Patriotismus schützt nicht vor einem derben Anfall moralischen Katzenjammers bei der Erinnerung…
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Franz Mehring: Erwiderung auf Nossigs Replik
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 35, Rubrik „Notizen“, S. 348-350] Zurück auf Moses! Dr. Nossig schreibt uns: In dem Aufsatz „Marodeure“ beschäftigt sich die „Neue Zeit“ (Nr. 34) mit dem ersten Bande meiner „Revision des Sozialismus“. Da jener Aufsatz von einer meritorischen Kritik des Buches absieht und sich hauptsächlich gegen die…
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Franz Mehring: Mit einem blauen Auge
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 35, S. 258-260] f Berlin, 29. Mai 1901 Wenn je ein Entschluss der deutschen Regierung auf den allgemeinen Beifall der deutschen Nation rechnen konnte, so ist es die beginnende Liquidation des chinesischen Abenteuers Die beginnende Liquidation, denn es wäre eine verhängnisvolle Selbsttäuschung, zu glauben, dass mit…
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Franz Mehring: Die preußische Krisis
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, II. Band, Nr. 32, S. 161-164] f Berlin, 8. Mai 1901 Auf dem Gebiet dessen, was sich politische Haupt- und Staatsaktion zu nennen pflegt, hat sich seit acht Tagen ein Dekorationswechsel vollzogen: der preußische Landtag ist nach Hause geschickt worden, und drei preußische Minister sind in der Versenkung verschwunden:…
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Franz Mehring: Stumm und sein Samen
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 24, S. 737-740] f Berlin, 13. März 1901 Wie alle Biedermannsweisheit ist das Sprüchlein De mortuis nil nisi bene von sehr zweifelhaftem Werte; gleichwohl pflegt der Tod eines alten Gegners, mit dem man sich jahre- und jahrzehntelang herumgeschlagen hat, eher sympathische als antipathische Gefühle hervorzurufen. Die…
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Franz Mehring: Das neue Patrimonium
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 23, S. 705-708] f Berlin, 6. März 1901 Die traurige Ohnmacht des deutschen Reichstags hat gestern einen beredten Ausdruck in der Debatte über den Etat des Auswärtigen Amtes gefunden. Die steigende Unzufriedenheit mit dem Verlauf des chinesischen Abenteuers, die gerechte Besorgnis über die verheerenden Folgen der…
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Franz Mehring: Brotwucherische Scharfmacherei
[Die Neue Zeit, XIX. Jahrgang 1900-1901, I. Band, Nr. 26, S. 801-804] f Berlin, 27. März 1901. Ganz so leicht, wie die Brotwucherer nach den entgegenkommenden Erklärungen des Reichskanzlers annahmen, scheint ihnen ihr Beutezug auf die Taschen des arbeitenden Volkes doch nicht zu werden. Das Ausland spricht sein Wörtlein drein, und sicherlich kann sich die…
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Karl Kautsky: Missgünstiges über die Meistbegünstigung
[Die Neue Zeit, XX. Jahrgang 1901-1902, I. Band, Heft 2, S. 48-54] Ich sprach im vorigen Hefte die Erwartung aus, in der „Neuen Zeit“ werde nun die an Parteigenossen geübte Selbstkritik zurücktreten können. Wenn ich heute trotzdem wieder einen Parteigenossen kritisieren muss, so macht mich das in meiner Erwartung nicht wankend. Ich sehe in dieser…
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Karl Kautsky: Der Parteitag in Lübeck
[Die Neue Zeit, XX. Jahrgang 1901-1902, I. Band, Heft 1, S. 13-20] In seinem Begrüßungsartikel an das Lübecker Parlament der Arbeit hatte Bebel der sicheren Erwartung Ausdruck gegeben, es werde die vielen ihm gestellten Aufgaben in der befriedigendsten Weise lösen. Diese Erwartung wurde vielfach als Ausfluss eines übertriebenen Optimismus betrachtet angesichts der Größe und Mannigfaltigkeit…
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Karl Kautsky: Der Wiener Parteitag
[Die Neue Zeit, XX. Jahrgang 1901-1902, I. Band, Heft 7, S. 197-203] Der jüngste Parteitag unserer Genossen in Österreich darf die internationale Sozialdemokratie ebenso mit Genugtuung erfüllen, wie der Lübecker Parteitag. Ja, die Genugtuung über ihn kann eine reinere und vollere sein, da in Wien nicht wie in Lübeck die Befriedigung über die Resultate getrübt…