Kategorie: 1901
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Clara Zetkin: Arbeiterinnen, organisiert Euch!
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 17, 14. August 1901, S. 130 f.] Arbeiterinnenlos, trauriges Los! Wer empfindet die furchtbare Wahrheit dieses Wortes lebendiger, qualvoller als die Hunderttausende von Lohnsklavinnen? Als Arme der Fuchtel des aussaugenden Kapitalismus untertan, müssen sie im Schweiße ihres Angesichts um ihr Brot ringen, und…
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Clara Zetkin: Für Brot, Bildung und Freiheit!
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 17, 14. August 1901, S. 129 f.] Für Brot, Bildung und Freiheit drängt sich in diesen Tagen den arbeitenden Massen Deutschlands ein heißer Kampf auf, bei dem die proletarischen Frauen energievoll und begeistert in den ersten Reihen fechten müssen. Die längst drohende Gefahr…
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Clara Zetkin: Die Wirtschaftsgenossenschaft
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 13-16, 19. Juni, 3., 17. und 31. Juli 1901, S. 97-99, 105 f., 113 f., 121 f.] I. Wer die vielfältige Arbeitsbürde kennt, unter der die berufstätige Frau, zumal aber die Proletarierin seufzt, der muss zugeben, dass ihre Entlastung von hauswirtschaftlichen Geschäften ein…
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Clara Zetkin: Arbeiterinnen- und Fraueninteressen im Reichstag
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 11, 22. Mai 1901, S. 81 f.] Der deutsche Reichstag hat sich in den letzten Wochen einmal im Plenum und zweimal in der Petitionskommission mit Arbeiterinnen- und Fraueninteressen beschäftigt. Wie sich dies bei der bürgerlichen Majorität dieser Körperschaft von selbst versteht, „der Not…
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Clara Zetkin: Handelsverträge und Fraueninteressen
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 7, 27. März 1901, S. 49 f., Nr. 8, 10. April 1901, S. 57 f.] I. Handelsverträge gehören offenbar zu jenen ††† „politischen“ Fragen und Dingen, über welche nach der moderduftenden Ansicht des kannegießernden Spießbürgers und seiner Geistesverwandten Frauen nicht unterrichtet zu sein…
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Clara Zetkin: Ein Attentat auf die Familie
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 6, 13. März 1901, S. 41 f.] „Die Sozialdemokratie zerstört die Familie. Auf zum Schutze des bedrohten heiligen Kulturgutes!“ Wer kennt sie nicht, die altvertraute Kampfeslosung, welche die gottesfürchtigen Zentrümler und die nicht minder frommen Konservativen unter salbungsvollem Augenaufschlag mit Vorliebe erschallen lassen,…
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Redaktion der „Gleichheit“: Polemisches
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 6, 13. März 1901, S. 48, Rubrik „Frauenbewegung“] Polemisches. Zu der Notiz „Frauenrechtlerische Irrtümer“ in der vorigen Nummer des Blattes geht uns von Fräulein Dr. jur. Augspurg folgende Zuschrift zu: „Obgleich ich im Allgemeinen ungestört den fantastischen Sagen- und Legendenkreis wachsen und blühen…
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Clara Zetkin: Für das tägliche Brot
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 4, 13. Februar 1901, S. 25 f.] Wem wohl drängt sich in drückenderer Schwere die Sorge ums tägliche Brot auf, als der Arbeiterfrau, der Arbeiterin? Der Arbeiterfrau, an die täglich, stündlich die Aufgabe herantritt, mit knappem und knappstem Wirtschaftsgelde den Tisch für die…
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Clara Zetkin: Notwendige Ergänzung
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 2 und 3, 16. und 30. Januar 1901, S. 9 f. und 17 f.] I. Wie dringend notwendig und von welch‘ unendlicher Bedeutung für das weibliche Proletariat, ja für die gesamte Arbeiterklasse und die ganze Nation der gesetzliche Schutz der Arbeiterinnen und ihr…
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Clara Zetkin: Soziale Fäulnis
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 11. Jahrgang Nr. 1, 2. Januar 1901, S. 1 f.] Das Ende des Jahres, des Jahrhunderts hat uns einen jener Prozesse gebracht, welche mit wünschenswertester Klarheit die sittliche Fäulnis und Verworfenheit aufzeigen, die unsere Gesellschaft unter der Hülle der Ehrbarkeit und Wohlanständigkeit in sich birgt. In…