Schlagwort: Stalinismus

  • Leo Trotzki: Ein Interview von C. A. Smith

    [29. August 1933, eigene Übersetzung des englischen Textes] Es war alles ziemlich atemberaubend. Um Mitternacht zu einem Bahnhof in Paris gefahren; in einen Zug gesetzt, aber in Unkenntnis des Zielortes gehalten; den Zug gemäß den Anweisungen zu einer bestimmten Zeit verlassen; von einem Genossen erkannt, der mit einer telegrafierten Beschreibung von uns bewaffnet war; zu…

  • Leo Trotzki: Stalin bereitet einen treulosen Schlag gegen die Bolschewiki-Leninisten vor

    [23. August 1933, eigene Übersetzung des russischen Textes, Korrekturen von russischen Muttersprachler*innen wären sehr willkommen] Auf dem Kongress der Bildungsbeschäftigten in Reims fanden die sowjetischen Delegierten keine Beweisgründe für die Rechtfertigung der Gewalt gegen die Genossen Rakowski, Victor Serge und viele andere und äußerten: in der UdSSR wird es bald einen Prozess geben, welcher die…

  • Leo Trotzki: Auf dem Weg nach Frankreich

    [11. August 1933, Seiten aus einem Tagebuch, eigene Übersetzung des französischen Textes] Im Februar 1929 kamen meine Frau und ich in der Türkei an. Am 17. Juli 1933 verließen wir die Türkei in Richtung Frankreich. Die Zeitungen schrieben, dass mir das französische Visum aufgrund eines Appells … der sowjetischen Regierung erteilt worden sei! Es wäre…

  • Leo Trotzki: Eine Klarstellung

    [18. Juni 1933, eigene Übersetzung des französischen Textes, verglichen mit der englischen Übersetzung] Die „Humanité“ vom 18. Juni druckte eine Depesche aus Moskau mit dem Titel „Ein Manöver des Abenteurers Trotzki“ ab. Welches Manöver? Die Leser werden im Dunkeln gelassen. Geben wir ihnen einige Erklärungen. 1. Erstens, getreu ihren Methoden fälschten die Herren Herausgeber der…

  • Leo Trotzki: Brief an einen österreichischen Genossen

    [eigene Übersetzung des russischen Textes, erschienen im Bjulleten Opposizii, Nr. 35, Juli 1933) Tatsächlich war der Adressat Wolfgang Salus nicht Österreicher, sondern Tschechoslowake] Aus dem Leben der internationalen Linken Über die Schwierigkeiten unsere Arbeit Werter Genosse! Sie klagen, dass die Arbeit der österreichischen Opposition zu langsam vorwärts geht. Eine der Ursachen sehen Sie vollkommen richtig…

  • Leo Trotzki: Brief an Jan Frankel

    [26. Mai 1933, eigene Rückübersetzung der englischen Übersetzung, „Vorschläge für den Kongress“] Lieber Jan, der antifaschistische Kongress wird also nach Paris verlegt. Das ist ein großer Glücksfall. Wir hier hoffen, dass ihr alle Kräfte mobilisiert habt und dass kein einziges Mandat verloren geht. Ich halte jetzt die Mobilisierung jeder Art von sympathisierenden und halb sympathisierenden…

  • Leo Trotzki: Brief an die englische linke Opposition

    [eigene Übersetzung des englischen Textes] Werte Genossen! Sie traten an die Publikation einer kleinen gedruckten Monatsschrift „Red Flag“ heran. Ein bescheidener Schritt vorwärts ist getan. Man muss hoffen, dass nach ihm andere folgen. Der Zustand des Kommunismus in Britannien befindet sich in keiner Übereinstimmung zum Grad der Verwesung des britischen Kapitalismus. Die konservative Tradition der…

  • Leo Trotzki: Brief an Otto Schüssler

    [13. Mai 1933, eigene Rückübersetzung der englischen Übersetzung, „Eine Erläuterung“] Ihre Information über Verhandlungen über meine Rückkehr nach Moskau ist, nehme ich an, ein Echo auf den Brief, den ich am 15. März an das Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion nach Moskau geschickt habe. In diesem Brief wiederholte ich erneut, was ich und meine…

  • Leo Trotzki: Vorwort zur bulgarischen Ausgabe von „Sozialismus in einem Lande“

    [6. Mai 1933, eigene Übersetzung der englischen Übersetzung] Werte Genossen, Natürlich kann ich Ihre Absicht, meine Arbeit „Sozialismus in einem Lande“, das als Ergänzung zum letzten Band meiner „Geschichte“ entstanden ist, in einer eigenen Broschüre zu veröffentlichen, nur begrüßen. Dieses Werk erschöpft das Problem theoretisch nicht wirklich. Es ist jedoch durch die Geschichte hinreichend erhellt…

  • Peter Taaffe: Gorbatschows nationales Dilemma

    [25. März 1988, Broschüre „Stalinism in Crisis“ (Stalinismus in der Krise), S. 18-29] Die gewaltigen Ereignisse in Armenien vor wenigen Wochen haben das von Gorbatschow vertretene stalinistische Regime in seinen Grundfesten erschüttert. Noch nie zuvor war die bürokratische Elite, die die russische Gesellschaft beherrscht, zumindest in ihrem eigenen „Hinterhof“, mit einer Herausforderung von solchem Ausmaß…