[Die Neue Zeit, XXIX. Jahrgang 1900-1901, 2. Band, Nr. 34, S. 252]
Bei meiner Rückkehr von einer längeren Reise erfahre ich von den Angriffen, die die „Leipziger Volkszeitung“ gegen meine Wahlbetrachtungen in Nr. 27 der „Neuen Zeit“ gerichtet hat. Da Kautsky so freundlich gewesen ist, darauf zu antworten, so bin ich dieser Mühe überhoben, will jedoch loyalerweise anerkennen, dass ich mich durch die Kritik der „Leipziger Volkszeitung“ allerdings beschämt fühle. Nicht zwar deshalb, wie sie selbst meint, weil meine Ausführungen die Zustimmung der „Schwäbischen Tagwacht“, des „Volksblatts“ in Bochum und anderer Parteiblätter gefunden haben, mit denen ich in anderen Fragen vielleicht weniger übereinstimme – das konnte mir nur erfreulich sein –, wohl aber deshalb, weil ich die vernünftigen Grundsätze der traditionellen Parteiwahltaktik, die ich so manches liebe Jahr in den Spalten der „Leipziger Volkszeitung“ vertreten durfte, ihr selbst nicht einmal hauttief einzuimpfen vermocht habe.
F. M.
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