Schlagwort: 1916
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Clara Zetkin: Die fallenden Hüllen
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 21, 7. Juli 1916, S. 157 f.] Die eben verflossene Tagung des Reichstags hat dem ernsten Beobachter eigentlich nichts Neues und dabei doch an Wichtigem eine ganze Fülle gebracht. Als die entscheidenden Momente dieser Tagung sind vor allem hervorzuheben: die Behandlung der Interpellation…
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Clara Zetkin: Rüsten und Abrüsten
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 20, 23. Juni 1916, S. 149 f.] So schwer es ist, während der Dauer des Weltkriegs genau im Einzelnen vorauszusagen, wie nach ihm die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse sich gestalten werden, so kann man doch schon jetzt einige grundlegende Tatsachen ohne jeden Zweifel…
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Clara Zetkin: Die neuen Steuern
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 19, 9. Juni 1916, S. 141 f.] Zu der von den bürgerlichen Parteien beliebten „Steuermacherei“ schreibt der „Vorwärts“ unter anderem: „Die bösartigste der geplanten indirekten Steuern, die Quittungssteuer, ist in der Kommission umgemodelt worden in eine Umsatzsteuer, die zwar etwas weniger schikanös ist,…
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Clara Zetkin: Friedensarbeit
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 18, 26. Mai 1916, S. 133] Mit knapper Not scheint die Reichsdiplomatie um die scharfe Ecke eines ernsten Konflikts mit der nordamerikanischen Republik herumgesegelt zu sein. Die schwere Sorge einer neuen Erweiterung der furchtbaren Schrecken des Weltkriegs ist für einen Augenblick gewichen. Doch…
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Clara Zetkin: Die Zuckerfrage
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 17, 12. Mai 1916, S. 125 f.] Deutschland ist das Land der stärksten Zuckererzeugung und verkauft in normalen Jahren annähernd die Hälfte des hergestellten Zuckers an das Ausland. Trotzdem haben wir zurzeit einen so empfindlichen Mangel an Zucker, dass in vielen Städten kein…
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Clara Zetkin: Pressestimmen zur Fraktionsspaltung
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 15, 14. April 1916, S. 109 f.] Unter den bestehenden Verhältnissen beschränken wir uns darauf, unsern Leserinnen einige Pressestimmen vorzulegen, die die Stellungnahme des linken Flügels in der Partei zu der Frage der Fraktions- und Parteispaltung kennzeichnen. Natürlich erklären wir uns dadurch nicht…
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Clara Zetkin: Staatsmonopole als Einnahmequelle
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 13, 17. März 1916, S. 94-96] In der Finanznot kommen verschiedene findige Leute auf den Gedanken, Staatsmonopole an Stelle der Steuern zu empfehlen. Auf den ersten Blick scheint das plausibel. Das Monopol bedeutet, dass der Staat die Herstellung und den Vertrieb bestimmter Güter…
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Clara Zetkin: Wer soll zahlen?
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 12, 3. März 1916, S. 85 f.] Dass die finanziellen Lasten des Krieges ungeheuer groß sein werden, wird von niemanden bestritten. Die Frageist, wie sie aufgebracht werden sollen. Von jeher war es das Bestreben der besitzenden Klassen, die Staatsgewalt für ihre Zwecke auszunützen,…
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Clara Zetkin: Der sozialistische Frauentag in Deutschland
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 12, 3. März 1916, S. 85] Der Parteivorstand der deutschen Sozialdemokratie hat beschlossen, dass in der gleichen Zeit wie in Österreich und Ungarn auch in Deutschland Frauentagsveranstaltungen stattfinden sollen. Vom 12. bis 26. März sollen Versammlungen abgehalten werden, in denen das Thema zur…
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Clara Zetkin: Kriegskosten und Volkslasten
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 26. Jahrgang Nr. 11, 18. Februar 1916, S. 80 f.] Die materiellen Lasten, die der Weltkrieg den Völkern auferlegt, scheinen alles zu übertreffen, was die schlimmsten Pessimisten vorausgesehen haben. Das erklärt sich daraus, dass alle die riesenhaften Produktionskräfte, die der Kapitalismus entfesselt hat, jetzt in den…