August Bebel: Wortmeldung zur Geschäftsordnung

[Nr. 1125. Stenografische Berichte über die Verhandlungen des Reichstags. 8. Legislaturperiode. I. Session 1890/91. Erster Band. Berlin 1890, S. 119.]

Präsident: Meine Herren, es liegt ein Antrag auf Schluss der Debatte vor, gestellt von dem Herrn Abgeordneten Vollrath. Ich bitte, dass die Herren, welche diesen Antrag unterstützen wollen, aufstehen.

(Geschieht.)

Die Unterstützung reicht aus. Ich bitte, dass die Herren aufstehen oder stehen bleiben, welche den Schluss der Debatte beschließen wollen.

(Geschieht.)

Meine Herren, das Büro ist einstimmig der Meinung, dass gegenwärtig die Mehrheit steht; die Diskussion ist also geschlossen.

Zur Geschäftsordnung hat das Wort der Herr Abgeordnete Bebel.

Abgeordneter Bebel: Meine Herren, ich wollte nur konstatieren, dass ich mich zum Worte gemeldet habe, um auf die von verschiedenen Seiten gegen meinen Freund Liebknecht und mich und gegen unsere Partei gefallenen Angriffe zu antworten; ich werde nunmehr, nachdem der Schluss der Debatte eingetreten, und es mir unmöglich gemacht worden ist, bei der späteren Debatte darauf zurückzukommen.


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