Clara Zetkin: Zum Tod von Margaret MacDonald

[3. Verhandlungstag, 13. September 1911, „Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Jena vom 10. bis 16. September 1911 sowie Bericht über die 6. Frauenkonferenz am 8. und 9. September 19011 in Jena”, Berlin 1911, S. 287]

Klara Zetkin: Mir ist die traurige Aufgabe zugefallen, hier mitzuteilen, dass in England eine unserer besten und opferfreudigsten Genossinnen verstorben ist, die Genossin MacDonald, die Gattin unseres Freundes MacDonald. (Der Parteitag erhebt sich von den Plätzen) Jahrzehntelang hat sie für die Partei, die gewerkschaftliche Organisation und die politische Aufklärung des englischen Proletariats gearbeitet. Mit Überzeugungstreue und Aufopferung ist sie im öffentlichen Leben tätig gewesen. Trotzdem ist nie die herzensgute und liebenswürdige Frau in ihr zugrunde gegangen, die wir alle, die wir mit ihr zu tun hatten, in ihr schätzen und lieben gelernt haben, Die deutschen Genossinnen insbesondere sind seit langen Jahren mit ihr als einer der Sekretärinnen, die mit uns korrespondierte, freundschaftlich verbunden gewesen. Ich möchte bitten, dass die Liebe und die Hochschätzung, die wir für sie gehabt haben, hier zum Ausdruck kommen.


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