Kategorie: Clara Zetkin
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Clara Zetkin: Verschlechterung statt Verbesserung des Mutter- und Säuglingsschutzes
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 21. Jahrgang Nr. 19, 19. Juni 1911, S. 290 f.] „Lasst jede Hoffnung fahren,“ das war die Erkenntnis, welche die zweite Lesung der Reichsversicherungsordnung allen gepredigt hatte, die angesichts zahlloser kleiner Gräber, eines endlosen Zuges siecher Mütter und Kinder einen wirksamen Mutter- und Säuglingsschutz fordern. Die…
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Clara Zetkin: Witwen- und Waisenverhöhnung
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 21. Jahrgang Nr. 18, 5. Juni 1911, S. 273-275] „Sieh meine Hände, die der Mord gerötet, Mein Auge, das von Blutgier funkelt! In manchem Winkel meiner Höhle häuft sich Verwesend Menschenfleisch und moderndes Gebein. Komm, folge mir und schau! Dein Vater ward mein Fraß, Und deine…
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Clara Zetkin: Feinde des Mutterschafts- und Säuglingsschutzes
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 21. Jahrgang Nr. 17, 22. Mai 1911, S. 257-259] Die letzten parlamentarischen Verhandlungen über die Regelung des Mutterschafts- und Säuglingsschutzes durch die Reichsversicherungsordnung sind unstreitig eine besonders unwürdige und verbrecherische Szene in der unwürdigen und verbrecherischen Komödie, welche die Mehrheitsparteien mitsamt der Reichsregierung gegenwärtig im Reichstag…
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Clara Zetkin: Flammenzeichen
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 21. Jahrgang Nr. 14, 10. April 1911, S. 209-211] Herausfordernd häufig und barbarisch sind in letzter Zeit Gerichtsurteile geworden, die sich wider Proletarier kehren, welche im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Kämpfen Ausgebeuteter angeblich gegen irgend einen dehnbaren Paragrafen jener bürgerlichen Ordnung gesündigt haben, die den Habenichtsen bis…
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Clara Zetkin: Weihnachten
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 27. Jahrgang Nr. 6, 22. Dezember 1916, S. 37 f.] Zum dritten Male singen die Weihnachtsglocken ihr Lied in die Lüfte, während die Menschheit unter dem entsetzlichsten Kriege blutet, den die Geschichte bis jetzt kennt. Friede auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen! Klingt es nicht…
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Clara Zetkin: Gegen den Arbeitszwang
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 27. Jahrgang Nr. 5, 8. Dezember 1916, S. 33-35] Wenn diese Nummer in die Hände der Leserinnen gelangt, so wird im Reichstag die Entscheidung über einen Gesetzentwurf der Regierung bereits gefallen sein, der in seinem Wortlaut erst in letzter Stunde den Reichstagsabgeordneten, der Gesamtheit des Volkes…
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Clara Zetkin: Hornberger Schießen
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 27. Jahrgang Nr. 4, 26. November 1916, S. 17 f.] Kaum dass der Deutsche Reichstag seine Tore geöffnet hatte, gab er dem nahezu einstimmigen Willen Ausdruck, die Regierung möge ihm wenigstens ein Quäntchen Recht zur Mitentscheidung in den großen Fragen der Auslandspolitik gewähren. Kaum dass seine…
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Clara Zetkin: Um den „Vorwärts“
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 27. Jahrgang Nr. 3, 10. November 1916, S. 9 f.] In den Auseinandersetzungen innerhalb der Sozialdemokratie über Grundsätze und Taktik der Partei spielt der Kampf um die Haltung des „Vorwärts“ eine bedeutende Rolle. Zuerst zaghaft und schwankend, dann mit zunehmender Festigkeit und Entschiedenheit, wenn auch nicht…
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Clara Zetkin: Genossin Hope Bridges Adams-Lehmann †
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 27. Jahrgang Nr. 2, 27. Oktober 1916, Rubrik „Aus der Bewegung“, S. 14] In München ist am 16. Oktober Hope Bridges Adams-Lehmann von uns geschieden. Ein hartnäckiges Lungenleiden hat ihren Tagen ein Ziel gesetzt, nachdem ihre Lebenskraft aufgezehrt war durch die unvergleichlich aufopfernde Hingabe an ihren…
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Clara Zetkin: Worauf es ankommt
[Nach „Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“, 27. Jahrgang Nr. 2, 27. Oktober 1916, S. 9 f.] Seitdem der Reichstag wieder zusammengetreten ist, plätschert der Fluss des parlamentarischen Lebens in der gewohnten Kriegszeitweise weiter. Der Reichskanzler trug dem Reichstag den erwarteten Monolog vor, der sich in verschwommenen Redensarten mit den brennendsten Fragen der…